Tipps für Diabetiker

Die Fußpflege ist für Diabetiker deshalb so wichtig, weil hohe Blutzuckerwerte, sowie Schwankungen und die zu niedrigen Blutzuckerwerte Veränderungen an den Gefäßen und Nerven mit sich bringen können. Die Folge davon sind Stoffwechselstörungen in den Nerven oder eine fortschreitende Gefäßverkalkung. Weiterhin steigt die Anfälligkeit für Injektionen. Da die Störungen anfangs meist schmerzlos verlaufen, kann sich sehr schnell ein diabetisches Fußsyndrom entwickeln. Aus diesem Grund ist die regelmäßige Fußkontrolle wichtig.

    - Kontrollieren Sie täglich Ihre Füße auf Veränderungen.
    - Gehen Sie einmal im Monat zu einem Fußpfleger oder Podologen, der eine Zusatzausbildung " Der diabetische Fuß" hat.
    - Lassen Sie Füße einmal jährlich von einem erfahrenen Arzt kontrollieren.
    - Gehen Sie nie barfuß!!!
    - Benutzen Sie bei kalten Füßen keine Heizkissen oder Wärmflaschen.
    - Tragen Sie weiche, gut passende Schuhe – immer mit weichen Strümpfen oder Socken.
       Die Socken müssen faltenfrei anliegen und das Bündchen darf nicht einschneiden.
    - Neue Schuhe kaufen Sie am besten am Nachmittag, wenn die Füße etwas angeschwollen sind. Lassen Sie sich in einem Fachgeschäft professionell beraten.
    - Vermeiden Sie nasse Füße durch Regen oder Schnee.
    - Zu lange Fußbäder ( nie länger als 5 Minuten ) weichen Ihre Haut zu sehr auf.
    - Trocknen Sie Ihre Füße gut und sorgsam ab.
    - Lassen Sie Ihre Fußnägel am besten von ausgebildeten Fußpflegern und Podologen schneiden.
    - Keine Eigenbehandlung bei verhornten Stellen an den Füßen. • Trainieren Sie Ihre Füße z.B. durch Spaziergehen, Fußgymnastik oder Radfahren.

Bemerken Sie folgende Anzeichen an Ihren Füßen, dann sind das Anzeichen einer neuropathischen
Schädigung und Sie sollten unbedingt Ihren Arzt aufsuchen!

    - Kribbeln in den Füßen
    - Taubheits- oder Pelzigkeitsgefühl
    - "eingeschlafene" Füße
    - Bemerken Sie folgende Anzeichen an Ihren Füßen, dann sind das Anzeichen einer neuropathischen Schädigung und Sie sollten unbedingt Ihren Arzt aufsuchen!
    - Brennende Füße
    - Gangunsicherheiten
    - Häufige Wadenkrämpfe / Muskelzuckungen
    - Schmerzen ( Brennend , stechend, stumpf ) an den Füßen
    - Ruheschmerz meist nachts
    - Schlecht heilende, offene Stellen, vor allem an den Fußunterseiten
    - Reduzierte Gelenkbeweglichkeit
    - Hautschwielen an Druckstellen
    - Trockene, warme, rissige Haut, Pergamenthaut, starke Hautabschuppung

Wann sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen?

    - Sie sehen schlecht
    - Mit Ihren Händen erreichen Sie schlecht Ihre Füße
    - Niemand kann Ihnen bei der täglichen Pflege und Kontrolle Ihrer Füße helfen.
    - Sie haben eingewachsene Zehennägel, Hühneraugen oder Warzen, die Sie selbst nur mit großem Verletzungsrisiko behandeln können.
    - Sie hatten bereits eine schlecht heilende Wunde am Fuß.